
Nach den Sommerferien beginnt der Realitätsabgleich
Die Sommerferien sind vorbei und das operative Tagesgeschäft hat Schweizer KMU und soziale Organisationen wieder fest im Griff.
Anfang September ist ein guter Zeitpunkt, um die verbleibenden Monate des Jahres bewusst zu planen.
Denn während der Arbeitsalltag weiterläuft, rücken die strategischen Ziele und offenen Projekte für 2026 zunehmend in den Fokus.
Welche Vorhaben müssen bis Ende Dezember zwingend abgeschlossen sein? Welche Aufgaben können warten? Und reichen die vorhandenen Ressourcen überhaupt aus?
Ein ehrlicher Realitätsabgleich hilft, Prioritäten zu setzen und unnötigen Jahresendstress zu vermeiden.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Entscheidend ist, die verfügbaren Kapazitäten dort einzusetzen, wo sie den grössten Nutzen bringen.
Der Herbst-Check: Welche Projekte sind wirklich wichtig?
Nutze eine der nächsten Teamsitzungen ganz bewusst für einen strukturierten Herbst-Check.
Verschaffe dir gemeinsam mit deinem Team einen Überblick über die noch offenen Projekte, Aufgaben und organisatorischen Herausforderungen.
Dabei helfen fünf konkrete Fragen:
1. Welche Vorhaben müssen bis Jahresende abgeschlossen sein?
Unterscheide zwischen zwingenden Terminen, wichtigen Entwicklungsprojekten und Aufgaben, die problemlos ins nächste Jahr verschoben werden können.
2. Welche Projekte haben aktuell die höchste Priorität?
Nicht jedes Vorhaben ist gleich dringend oder gleich wichtig. Entscheidend sind die Auswirkungen auf den Betrieb und die strategischen Ziele.
3. Welche internen Ressourcen stehen tatsächlich zur Verfügung?
Berücksichtige neben dem Tagesgeschäft auch Ferien, Abwesenheiten und bereits bestehende Verpflichtungen.
4. Wo bestehen Abhängigkeiten oder Engpässe?
Welche Aufgaben können erst abgeschlossen werden, wenn andere Personen oder Fachbereiche ihre Arbeiten erledigt haben?
5. Welche Vorhaben benötigen zusätzliche Unterstützung?
Prüfe, ob sich bestimmte Aufgaben gezielt delegieren oder durch externe Projektunterstützung effizienter umsetzen lassen.
Dieser einfache Realitätsabgleich schafft Transparenz und bildet die Grundlage für eine realistische Planung der verbleibenden Monate.
Warum der Jahresendstress häufig hausgemacht ist
Den klassischen Stress im November und Dezember kennen viele Organisationen.
Offene Projekte müssen plötzlich abgeschlossen, wichtige Entscheidungen getroffen und längst bekannte Pendenzen unter Zeitdruck erledigt werden.
Dabei entstehen solche Engpässe nicht immer durch unerwartete Ereignisse.
Häufig wurden bereits Monate zuvor mehr Aufgaben eingeplant, als mit den verfügbaren Ressourcen realistisch bewältigt werden konnten.
Das Problem liegt dann weniger bei der Umsetzung als bei der fehlenden Priorisierung.
Wer frühzeitig erkennt, dass nicht alle Vorhaben gleichzeitig realisierbar sind, gewinnt wertvollen Handlungsspielraum.
Projekte können neu terminiert, Verantwortlichkeiten angepasst oder zusätzliche Kapazitäten organisiert werden.
Das reduziert den Druck auf Führungskräfte und Mitarbeitende.
Projektpriorisierung statt hektischem Aktionismus
Ein erfolgreicher Jahresendspurt beginnt nicht mit noch mehr Tempo, sondern mit klaren Entscheidungen.
Für die Priorisierung eignet sich eine einfache Einteilung in drei Kategorien:
Priorität A – Muss bis Jahresende erledigt werden
Dazu gehören beispielsweise gesetzliche Anforderungen, verbindliche Termine oder betriebsnotwendige Projekte.
Priorität B – Sollte möglichst noch umgesetzt werden
Diese Vorhaben sind wichtig, können bei fehlenden Kapazitäten aber gegebenenfalls verschoben werden.
Priorität C – Kann ins nächste Jahr übertragen werden
Hierzu gehören Aufgaben, deren Verschiebung keine wesentlichen negativen Auswirkungen verursacht.
Diese Einteilung hilft, den tatsächlichen Handlungsbedarf sichtbar zu machen.
Wichtig ist anschliessend, die Prioritäten mit den verfügbaren personellen und zeitlichen Ressourcen abzugleichen.
Denn eine Prioritätenliste allein schafft noch keine zusätzlichen Kapazitäten.
Zwei Möglichkeiten zur gezielten Entlastung
Wenn der Herbst-Check zeigt, dass die internen Ressourcen nicht ausreichen, kann externe Projektunterstützung eine sinnvolle Lösung sein.
Mit der ZIELGERADE AG unterstütze ich Schweizer KMU und soziale Organisationen dabei auf zwei unterschiedliche Arten.
1. Operative Unterstützung zur Entlastung des Teams
Ich übernehme klar definierte organisatorische oder administrative Aufgaben, damit intern wieder Kapazitäten für wichtige Projekte entstehen.
Das kann beispielsweise die Aufarbeitung offener Pendenzen, die Strukturierung von Abläufen oder die Koordination einzelner Aufgabenbereiche umfassen.
2. Eigenständige Umsetzung eines definierten Projekts
Alternativ übernehme ich die operative Projektverantwortung für ein konkretes Vorhaben.
Ich strukturiere die notwendigen Arbeitsschritte, koordiniere die Beteiligten und treibe die Umsetzung voran.
Die relevanten fachlichen Entscheidungen bleiben dabei selbstverständlich bei deiner Organisation.
Beide Varianten verfolgen dasselbe Ziel: Deine internen Ressourcen gezielt entlasten und wichtige Vorhaben zuverlässig voranbringen.
Besonders anspruchsvoll wird die Situation, wenn Führungskräfte gleichzeitig das Tagesgeschäft verantworten und wichtige Projekte umsetzen müssen. Diese Doppelbelastung beschreibe ich in meinem Beitrag über die [Zwei-Hüte-Falle im Projektmanagement].
Mit realistischen Zielen entspannt ins Jahresende
Nicht jedes Projekt muss zwingend noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden.
Entscheidend ist, dass die wirklich wichtigen Vorhaben rechtzeitig erkannt, realistisch geplant und konsequent umgesetzt werden.
Ein strukturierter Herbst-Check schafft dafür die notwendige Grundlage.
Wer Prioritäten frühzeitig klärt und Kapazitätsengpässe offen anspricht, kann den Jahresendspurt deutlich entspannter gestalten.
Wo stösst dein Team im Hinblick auf den Jahresabschluss an seine Kapazitätsgrenzen?
Schreib mir gerne eine Nachricht und lass uns unverbindlich besprechen, wie eine gezielte Projektunterstützung deine Organisation entlasten kann.

